Kurz­check: Grup­pen­ver­si­che­rungs­ver­trag Jagd­ver­ein Hes­sen­jä­ger Kas­sel e. V. (Stand 04.2016)

Der Jagd­ver­ein Hes­sen­jä­ger Kas­sel e.V. bie­tet sei­nen Mit­glie­dern an, dem mit der Gotha­er als Risi­ko­trä­ger abge­schlos­se­nen Grup­pen-Ver­si­che­rungs­ver­trag zur Jagd­haft­pflicht­ver­si­che­rung bei­zu­tre­ten. Die ent­spre­chen­den Antrags­un­ter­la­gen fin­den sich auf der Web­site des Ver­eins[1]. Ansprech­part­ner für den Gotha­er Grup­pen­ver­trag ist Herr Wolf­gang Deut­scher.

Zur Aus­wahl ste­hen die Deckungs­sum­men 3, 6 und 15 Mio. Euro pau­schal für Personen‑, Sach- und Ver­mö­gens­schä­den. Das Ver­si­che­rungs­an­ge­bot besteht gene­rell ohne Selbst­be­halt und kann wahl­wei­se mit einer Lauf­zeit von einem oder drei Jah­ren abge­schlos­sen werden.

© 2021 Cri­ti­cal News — jagd­li­che Ein­rich­tun­gen mitversichert

Ver­si­che­rungs­schutz besteht anders als bei einem Direkt­ab­schluss über die Gotha­er auf Basis des alten Bedin­gungs­wer­kes 04.2016 anstatt mit dem aktu­el­len Stand 04.2019. Dies ver­wun­dert, da die Bei­tritts­er­klä­rung auf den Stand 05.2018 datiert und daher zumin­dest der Bedin­gungs­stand 01.2018 zu erwar­ten gewe­sen wäre.

Der Ver­ein begrün­det sei­ne Ent­schei­dung für die Gotha­er mit zwei Bei­trä­gen, die sich offen­bar in der Ver­gan­gen­heit auf der Home­page befun­den haben müssen:

© 2021 Cri­ti­cal News —  Bei­spie­le unauf­find­bar https://​hes​sen​jae​ger​-kas​sel​.de/​i​n​f​o​-​s​e​r​v​i​c​e​/​i​n​f​o​-​j​a​g​d​h​a​f​t​p​f​l​i​c​h​t​v​e​r​s​i​c​h​e​r​u​ng/

Aus­ge­wähl­te Vor­tei­le des Tarifs Jagd­haft­pflicht­ver­si­che­rung A 120, Stand 2016

  • Ver­zicht auf eine Maxi­mie­rung der Deckungs­sum­me
  • Bedin­gungs­sei­ti­ge Garan­tie, dass nicht zum Nach­teil des Ver­si­che­rungs­neh­mers von den unver­bind­li­chen Mus­ter­be­din­gun­gen des GDV abge­wi­chen wird (GDV-Garan­tie)
  • Inno­va­ti­ons­klau­sel
  • Ver­si­che­rungs­schein bei Haft­pflicht­an­sprü­chen Drit­ter aus fahr­läs­si­ger Über­schrei­tung des beson­de­ren Waf­fen­ge­brauchs­rechts der Forst- und Jagd­schutz­be­rech­tig­ten, des Not­wehr­rechts sowie aus ver­meint­li­cher Not­wehr in der ver­si­cher­ten Eigenschaft.
  • Mit­ver­si­che­rung wegen Haft­pflicht­an­sprü­chen Drit­ter aus der Durch­füh­rung von Gesell­schafts­jag­den (z. B. Treib‑, Drück- und Bewe­gungs­jagd) und revier­über­grei­fen­den Jag­den ins­be­son­de­re der Verkehrssicherungspflicht
  • For­de­rungs­aus­fall­de­ckung ohne Selbst­be­halt und mit Leis­tung auch bei Vor­satz­ta­ten Dritter
  • Ver­si­che­rungs­schutz wegen Haft­pflicht­an­sprü­chen aus dem Hal­ten, Füh­ren und Gebrauch bzw. Abtra­gen und Abrich­ten von Beiz­vö­geln (auch Eulen), Frett­chen und jagd­lich brauchbaren/verwendbaren Jagd­hun­den (auch ohne FCI oder VDH Papie­re) in unbe­grenz­ter Anzahl.
  • Für Jagd­hun­de­wel­pen bis zu einem Alter von 15 Mona­ten besteht Ver­si­che­rungs­schutz, ohne dass es des Nach­wei­ses der jagd­li­chen Abrich­tung / Aus­bil­dung bedarf. Nach den 15 Mona­ten besteht Ver­si­che­rungs­schutz bis zum Alter von 36 Mona­ten, wenn der Jagd­hund sich nach­weis­lich in jagd­li­cher Abrich­tung oder Aus­bil­dung befindet.
  • Ver­si­che­rungs­schutz für die erlaub­te Tötung von Schwarz­wild im Sau- und Frischlingsfang
  • Mit­ver­si­chert sind pri­va­te Luft­fahr­zeu­ge zu jagd­li­chen Zwe­cken (Droh­nen – mit oder ohne Motor/ Treib­satz) bis max. 5 kg Flug­ge­wicht. Sofern die­se Flug­ge­rä­te einer Ver­si­che­rungs­pflicht unter­lie­gen tritt die­ser Ver­trag sub­si­di­är in Deckung.

Aus­ge­wähl­te Ein­schrän­kun­gen des Tarifs Jagd­haft­pflicht­ver­si­che­rung A 120, Stand 2016

  • Kei­ne Mit­ver­si­che­rung von Ver­mö­gens­schä­den bei Inver­kehr­brin­gen von Wild bzw. Wildbret
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz als neben­be­ruf­li­cher Wildschadenschätzer
  • Kei­ne Mit­ver­si­che­rung von Straf­ta­ten durch Drit­te im Zusam­men­hang mit dem erlaub­ten Besitz von Hieb‑, Stoß- und Schuss­waf­fen sowie Muni­ti­on. Hier ist eine Bes­ser­stel­lung durch Ver­weis auf die bedin­gungs­sei­ti­ge GDV-Garan­tie mög­lich. Damit bestün­de der Ver­si­che­rungs­schutz also für die ent­spre­chen­de gesetz­li­che Haft­pflicht des Ver­si­che­rungs­neh­mers, aus­ge­nom­men jedoch zu straf­ba­ren Hand­lun­gen, d.h. bei gro­ber Fahr­läs­sig­keit, nicht jedoch bei Vorsatz.
  • Kein Ver­zicht auf den Ein­wand des feh­len­den Ver­schul­dens bei Hun­de­schä­den durch Schuss­waf­fen­ge­brauch, son­dern nur bezo­gen auf Personenschäden
  • Kei­ne Mit­ver­si­che­rung von Schmer­zens­geld­an­sprü­chen im Rah­men der Angehörigenklausel
  • Maxi­mal im Rah­men einer mit­tel­ba­ren Jagd­aus­übung Ver­si­che­rungs­schutz für Haft­pflicht­an­sprü­che Drit­ter im Zusam­men­hang mit dem Anbrin­gen von Wild­wa­rn­re­flek­to­ren und Duftzäunen
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz als Bau­herr oder Unter­neh­mer von Bau­ar­bei­ten (Neu- und Umbau­ten, Repa­ra­tu­ren, Abbruch‑, Grabearbeiten)
  • Kei­ne Mit­ver­si­che­rung von Haft­pflicht­an­sprü­chen aus dem Aus­brin­gen und Ver­ab­rei­chen von Arz­nei­mit­teln an Wild im Sin­ne des Arz­nei­mit­tel­ge­set­zes sowie Aufbaupräparate
  • Diver­se Leis­tun­gen mit „ver­steck­ten“ Selbst­be­hal­ten (z.B. Gefälligkeits‑, Miet­sach- und Schlüs­sel­ver­lust­schä­den jeweils mit 150 Euro Selbst­be­halt). Auf der Web­site wird dies nicht benannt. Viel­mehr heißt es dort:
© 2021 Cri­ti­cal News — Man­che Selbst­be­hal­te nicht offen­sicht­lich https://​hes​sen​jae​ger​-kas​sel​.de/​i​n​f​o​-​s​e​r​v​i​c​e​/​i​n​f​o​-​j​a​g​d​h​a​f​t​p​f​l​i​c​h​t​v​e​r​s​i​c​h​e​r​u​ng/
  • Kei­ne Mit­ver­si­che­rung von Haft­pflicht­an­sprü­chen im Zusam­men­hang mit der Bewir­tung von Gäs­ten und Hel­fern bei ver­si­cher­ten Gesellschaftsjagden
  • Kei­ne Mit­ver­si­che­rung von Haft­pflicht­an­sprü­chen aus dem Aus­tausch, der Über­mitt­lung und der Bereit­stel­lung elek­tro­ni­scher Daten
  • Kein Spe­zi­al-Straf-Rechts­schutz zur Forderungsausfalldeckung
  • Kein bedin­gungs­ge­mä­ßer Ver­si­che­rungs­schutz für die Ver­let­zung von dem Ver­si­che­rungs­neh­mer unent­gelt­lich über­las­se­nen Schweiß­hun­den durch bejag­tes Wild
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz für den Tod ver­si­cher­ter Hun­de durch die nach­ge­wie­se­ne Aujesz­ky­sche Krank­heit (Pseu­do­wut)

[1] „Infor­ma­tio­nen zur Jagd­haft­pflicht­ver­si­che­rung der Hes­sen­jä­ger“ auf „hessenjäger-kassel.de“. Auf­zu­ru­fen unter https://​hes​sen​jae​ger​-kas​sel​.de/​i​n​f​o​-​s​e​r​v​i​c​e​/​i​n​f​o​-​j​a​g​d​h​a​f​t​p​f​l​i​c​h​t​v​e​r​s​i​c​h​e​r​u​ng/, zuletzt auf­ge­ru­fen am 15.01.2021 um 19:05 Uhr

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