Tarif­ana­ly­se all­safe lavi­da (K&M), Stand 05.2018

Nach­dem die ers­te Gene­ra­ti­on der Funk­ti­ons­in­va­li­di­täts­ver­si­che­run­gen (FIV) jeweils von dem Rück­ver­si­che­rer E+S Rück unter Füh­rung von Dr. Nico­la-Alex­an­der Sit­ta­ro ent­wi­ckelt wur­de, haben seit­dem ver­schie­de­ne Anbie­ter Pro­duk­te unter eige­ner Regie kon­zi­piert. Dazu gehört auch der Tarif „all­safe lavi­da – DIE Lebens­stan­dard­ver­si­che­rung“ von Kon­zept & Mar­ke­ting (K & M) mit der VHV All­ge­mei­ne Ver­si­che­rung AG als Risi­ko­trä­ger. Rück­ver­si­che­rer ist anders als bei den meis­ten Kon­kur­renz­pro­duk­ten die Gen­Re. Der Tarif wur­de damals unter Feder­füh­rung von Tho­mas Rader, zuvor Geschäfts­füh­rer bei K & M, gestaltet.

Hin­weis: eine Zusam­men­fas­sung der wich­tigs­ten Punk­te fin­den Sie am Ende die­ses Beitrages.

Tarif­his­to­rie

Der Tarif all­safe lavi­da kam erst­mals im August 2015 (noch ohne eine Ver­si­ons­num­mer) auf den Markt. Eine aus­führ­li­che Tarif­be­spre­chung erfolg­te damals in der Aus­ga­be 04.2015 von „Risi­ko & Vor­sor­ge“ (sie­he dort Sei­ten 8 bis 16).

Ein ers­tes Update erfolg­te zum 01.06.2016 (Vers. 1.01). Fol­gen­de Ände­run­gen wur­den umgesetzt:

  • Klar­stel­lung zum Schwe­re­grad 2 (sie­he A § 2 IV 2 b)
  • Klar­stel­lung zur vor­sätz­li­chen Her­bei­füh­rung des Ver­si­che­rungs­falls (sie­he C § 1 III)
  • Klar­stel­lung zur Fest­stel­lung des Ver­lus­tes von Grund­fä­hig­kei­ten (sie­he A § 2 III)
  • Klar­stel­lung zur Fest­stel­lung von Krebs­er­kran­kun­gen (sie­he A § 2 II)
  • Beginn der Ren­ten­zah­lung (sie­he A § 1 II 1 c)

Zum Mai 2018 wur­de das Merk­blatt zur Daten­ver­ar­bei­tung aktua­li­siert (Vers. 1.02). Anders als bei dem Update aus 2016 erfolg­ten zu 2018 kei­ne Leis­tungs­an­pas­sun­gen. An die­ser Stel­le hät­te man zumin­dest eine Anpas­sung der Pfle­ge­de­fi­ni­ti­on von K & M erwar­tet. Ange­merkt sei hier, dass die bis­he­ri­gen Pfle­ge­stu­fen im SGB (Sozi­al­ge­setz­buch) bereits seit dem 01.01.2017 durch Pfle­ge­gra­de ersetzt wurden.

Leis­tungs­tech­nisch fällt bei einer flüch­ti­gen Ana­ly­se auf, dass es neben einer vol­len Ren­ten­hö­he bei beson­ders schwer­wie­gen­den Beein­träch­ti­gun­gen in vie­len Fäl­len auch eine Teil­ren­te in Höhe von 25 Pro­zent bei min­der­schwe­rer Funk­ti­ons­in­va­li­di­tät geleis­tet wird.

Ver­si­cher­ba­rer Personenkreis

Ver­si­cher­bar sind Per­so­nen ab einem Min­dest­ein­tritts­al­ter von 4 Jah­ren bis zu einem Höchst­ein­tritts­al­ter von 59 Jah­ren. Maxi­ma­le Ver­si­che­rungs­dau­er ist das voll­ende­te 67. Lebens­jahr, wobei die Ren­ten­leis­tung grund­sätz­lich – außer bei Krebs – gene­rell lebens­lang besteht.

Ein­kom­mens- und alters­un­ab­hän­gig ist eine monat­li­che Ren­te zwi­schen 300 Euro und 3.000 Euro mög­lich. Die­se Leis­tun­gen kön­nen zusätz­lich zu den Leis­tun­gen einer Unfall‑, Berufsunfähigkeits‑, Grund­fä­hig­keits- oder sons­ti­gen Ren­te bean­tragt werden.

Zum Grund­ta­rif gibt es fol­gen­de optio­na­le Leis­tun­gen:

  • Pas­siv­dy­na­mik (wahl­wei­se 0 % oder 1,5 % p. a. Die Pas­siv­dy­na­mik erhöht die ver­si­cher­te Ren­ten­leis­tung ab Ein­tritt des Leis­tungs­fal­les jähr­lich um den ver­ein­bar­ten Pro­zent­satz. Dadurch kann die ver­si­cher­te Ren­te auch über 3.000 Euro hin­aus erhöht werden)
  • Aktiv­dy­na­mik (wahl­wei­se 0 %, 1 %, 2 %, 3 %, 4 % oder 5 %. Die Aktiv­dy­na­mik erhöht die ver­ein­bar­te monat­li­che Ren­ten­leis­tung bis zum Ein­tritt des Leis­tungs­fal­les jähr­lich um den ver­ein­bar­ten Pro­zent­satz, höchs­tens jedoch auf 3.000 Euro pro Monat. Soll eine Aktiv­dy­na­mik in Höhe von 5 % gewählt wer­den, so darf die anfäng­li­che Ren­ten­hö­he max. 2.857 Euro betra­gen)
  • Best-Bau­stein I (Kapi­tal­so­fort­leis­tung von drei Monats­ren­ten im Leis­tungs­fall; 12 Monats­ren­ten bei schwe­rer Ope­ra­ti­on eines Min­der­jäh­ri­gen, sofern kein Anspruch auf eine Haupt­leis­tung besteht)
  • Best-Bau­stein II (lebens­lan­ge Krebs­leis­tung bei Grad bzw. Sta­di­um IV; Kapi­tal­so­fort­leis­tung von sechs Monats­ren­ten im Leis­tungs­fall; 12 Monats­ren­ten bei schwe­rer Ope­ra­ti­on eines Min­der­jäh­ri­gen, sofern kein Anspruch auf eine Haupt­leis­tung besteht. Hier­bei kei­ne Rück­for­de­rung im Fall des Todes; Ver­län­ge­rung der Bei­trags­be­frei­ung bei Arbeits­lo­sig­keit von 6 auf 12 Mona­te. Im Leis­tungs­fall Aus­zah­lung von bis zu 12 Monats­ren­ten statt nur 6 Monatsrenten)
  • Best-Bau­stein III (lebens­lan­ge Krebs­leis­tung ab Grad bzw. Sta­di­um III; Kapi­tal­so­fort­leis­tung von sechs Monats­ren­ten im Leis­tungs­fall; 12 Monats­ren­ten bei schwe­rer Ope­ra­ti­on eines Min­der­jäh­ri­gen, sofern kein Anspruch auf eine Haupt­leis­tung besteht. Hier­bei kei­ne Rück­for­de­rung im Fall des Todes; Ver­län­ge­rung der Bei­trags­be­frei­ung bei Arbeits­lo­sig­keit von 6 auf 12 Mona­te. Im Leis­tungs­fall Aus­zah­lung von bis zu 12 Monats­ren­ten statt nur 6 Monatsrenten)

Für die Bean­tra­gung des Ver­si­che­rungs­schut­zes bei K & M ist eine voll­dy­na­mi­sche elek­tro­ni­sche Risi­ko­prü­fung auf Basis von ins­be­son­de­re Gewicht, Grö­ße und Gesund­heits­zu­stand erfor­der­lich.  Dabei nutzt das Unter­neh­men im Hin­ter­grund das Abfra­ge­tool COMPASS aus dem Hau­se Gen­Re. Die­ses kann anbie­ter­ab­hän­gig so ein­ge­stellt wer­den, dass eher mehr oder eher weni­ger Anträ­ge direkt vor Ort ent­schie­den wer­den kön­nen. Bei K&M hat­te man sich zunächst dafür ent­schie­den, im Rah­men des voll­dy­na­mi­schen Antrags­pro­zes­ses eine mög­lichst hohe Zahl von Anfra­gen fall­ab­schlie­ßend zu klä­ren. Natur­ge­mäß hat dies zur Fol­ge, dass in „Pro­blem­fäl­len“ eine Ableh­nung wahr­schein­li­cher als eine Annah­me sein muss.  Der Asse­ku­ra­deur hat natür­lich gewis­se Stell­schrau­ben imple­men­tiert, um eine Mani­pu­la­ti­on von Sei­ten der Ver­mitt­ler oder Kun­den durch eine „opti­mier­te Beant­wor­tung von Antrags­fra­gen“ zu ver­mei­den. Ob sich die „Scharf­stel­lung“ von COMPASS seit Tarif­auf­le­gung geän­dert hat, ist nicht bekannt.

Der Abfra­ge­zeit­raum für die Gesund­heits­fra­gen ist teil­wei­se auf fünf, teil­wei­se auf zehn Jah­re befris­tet. Ein­zel­ne Fra­gen sind sogar zeit­lich unbefristet:

Quel­le: Ange­bots­rech­ner von Kon­zept & Mar­ke­ting, auf­ge­ru­fen am 04.10.2022

Für den Fall einer unter­jäh­ri­gen Zahl­wei­se ver­zich­tet K & M auf Raten­zah­lungs­zu­schlä­ge.

Bei­trä­ge stei­gen alters­be­dingt auch für Bestandskunden

Ana­log zu den aktu­el­len Tari­fen z. B. der Jani­tos stei­gen die Prä­mi­en bei K & M tech­nisch ein­jäh­rig kal­ku­liert mit dem Alter an. Eine optio­na­le Level­prä­mie (glei­ches Prä­mi­en­ni­veau über die gan­ze Lauf­zeit) wird nicht angeboten.

Der Brut­to­jah­res­bei­trag für eine Ren­te von 1.000 Euro beträgt für Min­der­jäh­ri­ge zwi­schen 201,36 Euro und 343,47 Euro, für Erwach­se­ne zwi­schen 240,75 Euro und 3.194,52 Euro.

Die Bei­trags­hö­he unter­schei­det nicht zwi­schen ver­schie­de­nen Berufs­grup­pen (z. B. Schü­ler, Büro­kauf­mann, Dachdecker).

Bei­spiel 1:

Tarif all­safe lavi­da mit Pas­siv­dy­na­mik, ohne Bausteine

  • Alter 5 Jah­re: 259,13 Euro brut­to p. a. je 1.000 € Monatsrente
  • Alter 10 Jah­re: 259,13 Euro brut­to p. a. je 1.000 € Monatsrente
  • Alter 20 Jah­re: 296,35 Euro brut­to p. a. je 1.000 € Monatsrente
  • Alter 30 Jah­re: 296,35 Euro brut­to p. a. je 1.000 € Monatsrente
  • Alter 40 Jah­re: 418,53 Euro brut­to p. a. je 1.000 € Monatsrente
  • Alter 50 Jah­re: 763,28 Euro brut­to p. a. je 1.000 € Monatsrente

Bei­spiel 2:

Tarif all­safe lavi­da mit Pas­siv­dy­na­mik, Bau­stein I

  • Alter 5 Jah­re: 275,31 Euro brut­to p. a. je 1.000 € Monatsrente
  • Alter 10 Jah­re: 275,31 Euro brut­to p. a. je 1.000 € Monatsrente
  • Alter 20 Jah­re: 299,94 Euro brut­to p. a. je 1.000 € Monatsrente
  • Alter 30 Jah­re: 301,61 Euro brut­to p. a. je 1.000 € Monatsrente
  • Alter 40 Jah­re: 430,53 Euro brut­to p. a. je 1.000 € Monatsrente
  • Alter 50 Jah­re: 798,20 Euro brut­to p. a. je 1.000 € Monatsrente

Bei­spiel 3:

Tarif all­safe lavi­da mit Pas­siv­dy­na­mik, Bau­stein II

  • Alter 5 Jah­re: 312,54 Euro brut­to p. a. je 1.000 € Monatsrente
  • Alter 10 Jah­re: 312,54 Euro brut­to p. a. je 1.000 € Monatsrente
  • Alter 20 Jah­re: 342,40 Euro brut­to p. a. je 1.000 € Monatsrente
  • Alter 30 Jah­re: 353,51 Euro brut­to p. a. je 1.000 € Monatsrente
  • Alter 40 Jah­re: 586,44 Euro brut­to p. a. je 1.000 € Monatsrente
  • Alter 50 Jah­re: 1.218,46 Euro brut­to p. a. je 1.000 € Monatsrente

Bei­spiel 4:

Tarif all­safe lavi­da mit Pas­siv­dy­na­mik, Bau­stein III

  • Alter 5 Jah­re: 343,47 Euro brut­to p. a. je 1.000 € Monatsrente
  • Alter 10 Jah­re: 343,47 Euro brut­to p. a. je 1.000 € Monatsrente
  • Alter 20 Jah­re: 369,60 Euro brut­to p. a. je 1.000 € Monatsrente
  • Alter 30 Jah­re: 397,09 Euro brut­to p. a. je 1.000 € Monatsrente
  • Alter 40 Jah­re: 680,35 Euro brut­to p. a. je 1.000 € Monatsrente
  • Alter 50 Jah­re: 1.458,23 Euro brut­to p. a. je 1.000 € Monatsrente

Umstel­lung vom Kin­der- auf den Erwachsenentarif

Erreicht ein ver­si­cher­tes Kind die Voll­jäh­rig­keit, erfolgt auto­ma­tisch und ohne erneu­te Gesund­heits- oder Risi­ko­prü­fung eine Umstel­lung in den Tarif für Erwach­se­ne. Außer­dem berech­tigt das Errei­chen des 18. Lebens­jah­res zur Inan­spruch­nah­me der bedin­gungs­sei­ti­gen Nach­ver­si­che­rungs­ga­ran­tie.

Ver­si­cher­te Leistungsarten

Als Funk­ti­ons­in­va­li­di­täts­ver­si­che­rung aus Basis einer Unfall­ver­si­che­rung sieht K & M fol­gen­de Leis­tungs­ar­ten vor:

  • Organ­schä­di­gung
  • Krebs­er­kran­kung
  • Ver­lust von Grundfähigkeiten
  • Ein­tritt einer Pflegebedürftigkeit
  • Inva­li­di­tät durch Unfall
  • HIV-Infek­ti­on

Ein Leis­tungs­fall liegt vor, wenn die in den Bedin­gun­gen jeweils benann­ten Ein­tritts­vor­aus­set­zun­gen erfüllt sind. Die ver­si­cher­ten Ren­ten­leis­tun­gen erfol­gen grund­sätz­lich lebens­lang, sofern eine Neu­be­mes­sung inner­halb der ers­ten drei Jah­re (bei Kin­dern bis 14 Jah­ren abwei­chend fünf Jah­re) kei­nen Weg­fall der Leis­tungs­vor­aus­set­zun­gen begrün­det. Die Leis­tung bei Krebs ist grund­sätz­lich zeit­lich befristet:

  • Sta­di­um I: 25 % der Ren­te für 18 Mona­te bei Brustkrebs‑, Darm­krebs- und Lungenkrebserkrankungen
  • Sta­di­um / Grad II: 25 % der ver­ein­bar­ten Ren­te, max. 18 Monate
  • Sta­di­um / Grad III: max. 36 Mona­te, abwei­chend mit Leis­tungs­bau­stein III max. lebenslang
  • Sta­di­um / Grad IV: max. 60 Mona­te, abwei­chend mit Leis­tungs­bau­stein II oder III max. lebenslang

Im Rah­men der Inva­li­di­tät bei Unfall (Unfall­ren­te) muss die bedin­gungs­ge­mä­ße Inva­li­di­tät inner­halb von 24 Mona­ten nach einem ver­si­cher­ten Unfall ein­ge­tre­ten sein und inner­halb von wei­te­ren 12 Mona­ten ärzt­lich fest­ge­stellt sowie beim Ver­si­che­rer gel­tend gemacht werden.

War­te­zeit

Für Leis­tungs­fäl­le infol­ge von Krebs und ande­ren Tumor­er­kran­kun­gen, auch des blut­bil­den­den und lympha­ti­schen Sys­tems, besteht eine War­te­zeit von sechs Mona­ten zwi­schen Ver­trags­be­ginn und dem ers­ten Auf­tre­ten kli­nisch rele­van­ter Sym­pto­me von Erkran­kun­gen oder der Dia­gno­se­er­stel­lung. Bei Dia­gno­se­stel­lung inner­halb der War­te­zeit sind auch die Fol­gen der Krank­heit, die danach auf­tre­ten, dau­er­haft nicht mit­ver­si­chert. Abwei­chend beträgt die ent­spre­chen­de War­te­zeit für einen Leis­tungs­an­spruch wegen Mul­ti­pler Skle­ro­se 12 Mona­te.

„Dies gilt auch dann, wenn zunächst als unauf­fäl­lig inter­pre­tier­te Befun­de nach­träg­lich umge­deu­tet werden.

Wird bei der Leis­tungs­fall­prü­fung fest­ge­stellt, dass min­des­tens einer der Hin­wei­se auf eine Erkran­kung vor Ablauf der War­te­zeit ein­ge­tre­ten ist, aber nicht ärzt­lich fest­ge­stellt wur­de, so bleibt unse­re Leis­tungs­pflicht erhalten.“

Eine War­te­zeit von drei Mona­ten ab Ver­trags­ab­schluss besteht fer­ner für die Mit­ver­si­che­rung einer Ein­mal­zah­lung für Kin­der nach Ein­tritt einer ver­si­cher­ten schwe­ren Krank­heit. Zudem gilt für die­se Fäl­le eine zusätz­li­che Karenz­zeit von 28 Tagen, die das betrof­fe­ne Kind nach der ärzt­li­chen Dia­gno­se min­des­tens über­le­ben muss, um Anspruch auf die Leis­tung zu erhalten.

Leis­tungs­be­ginn

Der Anspruch auf eine Leis­tung aus all­safe lavi­da ent­steht rück­wir­kend ab Beginn des Monats, in dem die Leis­tungs­vor­aus­set­zung ein­ge­tre­ten ist, höchs­tens jedoch 24 Mona­te rück­wir­kend. Abwei­chend wer­den Leis­tun­gen infol­ge einer unfall­be­ding­ten Inva­li­di­tät im Rah­men der gesetz­li­chen Ver­jäh­rungs­fris­ten rück­wir­kend ohne eine zeit­li­che Befris­tung erbracht.

Für alle Leis­tungs­ar­ten ist der Ver­si­che­rungs­neh­mer dazu ver­pflich­tet, den Weg­fall der ent­spre­chen­den Anspruchs­vor­aus­set­zun­gen für eine ver­si­cher­te Leis­tung, unver­züg­lich anzu­zei­gen. Dies gilt also auch für eine nur gering­fü­gi­ge Min­de­rung der Funktionsunfähigkeit.

Ver­zicht auf das ordent­li­che Kün­di­gungs­recht des Versicherers?

Der Ver­si­che­rungs­neh­mer kann sei­nen Ver­si­che­rungs­ver­trag jähr­lich mit Frist von min­des­tens drei Mona­ten zur jewei­li­gen Haupt­fäl­lig­keit kün­di­gen. Ein Ver­zicht auf das ordent­li­che Kün­di­gungs­recht gilt wie auch bei den Tari­fen von z. B. Arag (Tarif: ARAG Exis­tenz-Schutz, Stand 12.2018, Fas­sung 12.2021) oder Jani­tos (Tarif: Mul­ti-Ren­te, Stand 04.2016) nur teilweise:

„Wir kön­nen unser Kün­di­gungs­recht nur aus­üben, wenn wir mit Schrei­ben vom glei­chen Tag auch alle ande­ren Ver­si­che­rungs­ver­trä­ge des Teil­be­stands kün­di­gen, zu denen Ihr Ver­si­che­rungs­ver­trag gehört. Ein Teil­be­stand besteht aus allen mit uns abge­schlos­se­nen Ver­si­che­rungs­ver­trä­gen, denen die­sel­ben Kal­ku­la­ti­ons­me­tho­den und ‑grö­ßen sowie die­sel­ben Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen zugrun­de liegen.

[…]

Für den Fall, dass wir zum Zeit­punkt der Kün­di­gung einen Nach­fol­ge­ta­rif anbie­ten, wer­den wir Ihnen zusam­men mit unse­rer Kün­di­gung anbie­ten, einen Ver­si­che­rungs­ver­trag in die­sem Nach­fol­ge­ta­rif ohne erneu­te Gesund­heits­prü­fung abzu­schlie­ßen. Ihren Wunsch nach einem Neu­ab­schluss ohne Gesund­heits­prü­fung müs­sen Sie uns inner­halb von zwei Wochen nach Erhalt unse­res Kün­di­gungs­schrei­bens mit­tei­len. Für den neu­en Ver­trag sind die dann gel­ten­den Rech­nungs­grund­la­gen und das dann erreich­te Alter maßgeblich.“

Dass sol­che Teil­kün­di­gun­gen real vor­kom­men kön­nen, zeig­te die AXA, die 2018 gro­ße Bestän­de der Unfall-Kom­bi-Ren­te kün­dig­te und damit die Ver­brau­cher­zen­tra­le Ham­burg auf den Plan rief.

Aus­ge­wähl­te Vor­tei­le des Tarifs all­safe lavi­da von Kon­zept & Marketing

  • Für die Leis­tungs­art Inva­li­di­tät durch Unfall (Unfall­ren­te) garan­tiert der Ver­si­che­rer, nicht zum Nach­teil des Ver­si­che­rungs­neh­mers von den unver­bind­li­chen Mus­ter­be­din­gun­gen des GDV (Gesamt­ver­band der Deut­schen Ver­si­che­rungs­wirt­schaft) abzu­wei­chen (GDV-Garan­tie). Da für die ande­ren Leis­tungs­ar­ten kei­ne ver­gleich­ba­ren Mus­ter­be­din­gun­gen exis­tie­ren, ist für die­se kei­ne ent­spre­chen­de Garan­tie­er­klä­rung mög­lich. Die im Tarif benann­ten aus­ge­schlos­se­nen beruf­li­chen Tätig­kei­ten blei­ben von der Garan­tie ausgeschlossen.

 Aus der GDV-Garan­tie von K & M könn­te unter Ver­weis auf Zif­fer 2.1.2.1 AUB 2020 ggf. ein Leis­tungs­an­spruch für Inva­li­di­täts­gra­de auch von unter 25 % her­ge­lei­tet werden:

„Bei­spiel: Bei einer Ver­si­che­rungs­sum­me von 100.000 Euro und einem unfall­be­ding­ten Inva­li­di­täts­grad von 20% zah­len wir 20.000 Euro.“

Dage­gen spricht Zif­fer 2.2.1, wo bezo­gen auf die Unfall­ren­te fest­ge­legt ist, dass der Leis­tungs­an­spruch „min­des­tens X%“ betra­gen müsse.

  • Inno­va­ti­ons­klau­sel für bei­trags­neu­tra­le Leis­tungs­ver­bes­se­run­gen der glei­chen Tarif­ge­ne­ra­ti­on, also für alle Ver­sio­nen der FIV mit dem Stand 08.2015. Bis­lang wur­de die­se Update­klau­sel kaum belebt. Posi­tiv ist jedoch die bereits 2016 erfolg­te Ver­bes­se­rung, wonach mit Aus­nah­me der Leis­tung Inva­li­di­tät durch Unfall Leis­tun­gen rück­wir­kend für bis zu 24 Mona­te anstatt nur für bis zu sechs Mona­te bean­sprucht wer­den kön­nen (sie­he A. § 1 II. 1.c).
  • Kei­ne Mel­de­frist bei Berufs­wech­sel, aber Aus­schluss für ansons­ten ver­si­cher­te Beein­träch­ti­gun­gen der Gesund­heit für benann­te Berufs­bil­der (z. B. Unfäl­le als Ber­gungs­tau­cher, als Luft­sport­ge­rä­te­füh­rer, als Mit­ar­bei­ter von Munitions‑, Such- und Räu­mungs­trupps oder als Werk­fah­rer) oder ver­gleich­ba­re Frei­zeit­tä­tig­kei­ten. Der Aus­schluss auch für die „gleich­ar­ten“ Frei­zeit­tä­tig­kei­ten ist eine deut­li­che Schlech­ter­stel­lung gegen­über Wett­be­werbs­ta­ri­fen wie z. B. der Exis­tenz­schutz­ver­si­che­rung der AXA oder der Mul­ti-Ren­te aus dem Hau­se Jani­tos.
  • Ein­ge­schränk­ter Ver­zicht auf das ordent­li­che Kün­di­gungs­recht (sie­he oben).
  • Ver­si­che­rungs­schutz besteht nach Ein­tritt eines ers­ten Leis­tungs­fal­les in unein­ge­schränk­tem Umfang fort.
  • Prä­mi­en­be­frei­ung wäh­rend des berech­tig­ten Rentenbezugs.
  • Im Rah­men der Mul­ti-Ren­te für Kin­der besteht Anspruch auf eine Prä­mi­en­be­frei­ung für das ver­si­cher­te Kind, wenn der Ver­si­che­rungs­neh­mer wäh­rend der Ver­trags­lauf­zeit stirbt, der Ver­trag unge­kün­digt war und der Ver­si­che­rungs­neh­mer bei Ver­si­che­rungs­be­ginn noch nicht das 45. Lebens­jahr voll­endet hat.

Wir füh­ren die Ver­si­che­rung mit dem zu die­sem Zeit­punkt gel­ten­den Leis­tungs­um­fang bis zum

Ablauf des Ver­si­che­rungs­jah­res bei­trags­frei wei­ter, in dem das ver­si­cher­te Kind das 18. Lebens­jahr vollendet.

Der gesetz­li­che Ver­tre­ter des Kin­des wird neu­er Ver­si­che­rungs­neh­mer, wenn nichts anderes

ver­ein­bart ist.“

  • Bei­trags­be­frei­ung bei Arbeits­lo­sig­keit des Ver­si­che­rungs­neh­mers, sofern die­se vor Voll­endung des 58. Lebens­jah­res ein­tritt. Die Befrei­ung gilt für einen Zeit­raum von maxi­mal 6 Mona­ten, abwei­chend in den Best-Bau­stei­nen II bzw. III bis 12 Mona­te. Anders als z. B. im Rah­men der Mul­ti-Ren­te von Jani­tos (Stand 04.2016) kön­nen Selbst­stän­di­ge, die die bedin­gungs­ge­mä­ßen Anspruchs­vor­aus­set­zun­gen erfül­len, die­se Leis­tung auch mehr­fach wäh­rend der Ver­trags­lauf­zeit bean­spru­chen. Erst­ma­lig kann eine Befrei­ung frü­hes­tens 24 Mona­te nach Ver­trags­be­ginn bean­sprucht wer­den.
  • Ein­mal­leis­tung in Höhe einer Jah­res­ren­te bei Ein­tritt defi­nier­ter schwe­rer Erkran­kun­gen (z. B. bei Krebs, Menin­gi­tis, Läh­mung, Koma), aller­dings nur für Kin­der bis zu 4 ½ Jah­ren.
  • Ein­ma­li­ge Kapi­tal­so­fort­leis­tung in Höhe von zwölf Monats­ren­ten bei Ein­tritt defi­nier­ter schwe­rer Ope­ra­tio­nen (nur im Rah­men von all­safe lavi­da für Min­der­jäh­ri­ge).
  • Ein­ma­li­ge Kapi­tal­so­fort­leis­tung in Höhe von drei Monats­ren­ten (Best-Bau­stein I) bzw. sechs Monats­ren­ten (Best-Bau­stei­ne II und III), sofern eine Haupt­leis­tung (z. B. Organ­schä­di­gung, Krebs­er­kran­kung oder Ver­lust von Grund­fä­hig­kei­ten) aus dem Ver­trag erbracht wurde.
  • 25 % der ver­si­cher­ten Ren­te bereits bei Krebs im Grad / Sta­di­um I. Die maxi­ma­le Leis­tungs­dau­er beträgt 18 Monate.
  • Ein­ma­li­ges Recht auf Vor­schuss­leis­tun­gen:

„Ein­ma­lig im Lau­fe der Ver­trags­lauf­zeit haben Sie im Leis­tungs­fall das Recht, sich maxi­mal die ers­ten sechs Monats­ren­ten ent­spre­chend des Schwe­re­gra­des in einer Sum­me aus­zah­len zu las­sen. Soll­ten Sie als ver­si­cher­te Per­son oder die in Ihrem Ver­trag ver­si­cher­te Per­son inner­halb die­ser sechs Mona­te ver­ster­ben, erfolgt kei­ne Rück­for­de­rung die­ser erbrach­ten Leistung.“

  • Da der Ver­si­che­rer zwi­schen den Schwe­re­gra­den I (Inva­li­di­tät >=35 % und <50 %) und II (Inva­li­di­tät >= 50 %) unter­schie­det, Ren­ten­leis­tung auch bei einem unfall­be­ding­ten Inva­li­di­täts­grad unter den meist übli­chen 50 %.
  • Ver­bes­ser­te Glie­derta­xe im Rah­men der Inva­li­di­tät durch Unfall (u. a. Ver­lust des Dau­mens, der Arme oder der Stimme).
  • Ver­zicht auf Kür­zung des Pro­zent­sat­zes der unfall­be­ding­ten Inva­li­di­tät infol­ge der Mit­wir­kung von Krank­hei­ten und Gebre­chen. Dies gilt für alle Leistungsarten.
  • Ver­si­che­rungs­schutz für Unfäl­le infol­ge wil­lens­ge­steu­er­ter Eigen­be­we­gun­gen, sowie erhöh­ter Kraft­an­stren­gun­gen.
  • Im Rah­men der unfall­be­ding­ten Inva­li­di­tät Ver­si­che­rungs­schutz auch für Inva­li­di­tät infol­ge von Ver­gif­tun­gen (auch Nah­rungs­mit­tel­ver­gif­tun­gen, aller­dings ohne Alko­hol­ver­gif­tun­gen infol­ge von Alko­hol­miss­brauch), Infek­tio­nen oder Impf­schä­den.
  • Aus­drück­li­che Mit­ver­si­che­rung von tauch­ty­pi­schen Unfall­schä­den, nicht jedoch einer Über­nah­me etwa­iger Dekom­pres­si­ons­kam­mer­kos­ten.
  • Mit­ver­si­chert sind Unfäl­le infol­ge von Bewusst­seins­stö­run­gen u. a. durch Alko­hol, beim Len­ken moto­ri­sier­ter Fahr­zeu­ge bis maxi­mal 1,3 ‰.  Eben­falls besteht Ver­si­che­rungs­schutz für Unfäl­le der ver­si­cher­ten Per­son durch Geis­tes- oder Bewusst­seins­stö­run­gen, soweit die­se durch Schlag­an­fäl­le, Herz­in­farkt, Medi­ka­men­ten­ein­fluss, Herz- oder Kreis­lauf­stö­run­gen, durch Wit­te­rungs­be­din­gun­gen, Über­mü­dung, epi­lep­ti­sche Anfäl­le oder ande­re Krampf­an­fäl­le, die den gan­zen Kör­per des Ver­si­cher­ten betref­fen, her­vor­ge­ru­fen werden.
  • Mit­ver­si­che­rung von Unfäl­len infol­ge von Hit­ze oder Käl­te, d. h. auch infol­ge extre­mer Wit­te­rungs­be­din­gun­gen (z. B. durch Erfrierungen).
  • Im Rah­men der Unfall­ren­te für Kin­der auch dann Ver­si­che­rungs­schutz, wenn die ver­si­cher­te Per­son ein Land- oder Was­ser­fahr­zeug lenkt oder fährt, ohne im Besitz einer gül­ti­gen Fahr­erlaub­nis zu sein. Vor­aus­set­zung für den Ver­si­che­rungs­schutz ist, dass kei­ne wei­te­re Straf­tat zur Ermög­li­chung der Fahrt began­gen wur­de.
  • Mit­ver­si­che­rung von Funk­ti­ons­in­va­li­di­tät infol­ge von Erkran­kun­gen des Gehirns und des zen­tra­len Ner­ven­sys­tems mit der Fol­ge einer defi­nier­ten Läh­mung des Schwe­re­gra­des 1 (Läh­mung eines Bei­nes oder eines Armes) bzw. des Schwe­re­gra­des 2 (Läh­mung bei­der Arme, bei­der Bei­ne oder eines Bei­nes und eines Armes). Im Schwe­re­grad 1 wird eine Leis­tung in Höhe von 25 % der ver­ein­bar­ten Ren­te, im Schwe­re­grad 2 in vol­ler Höhe erbracht. Gegen­über den meis­ten Wett­be­wer­bern, die nur bei min­des­tens halb­sei­ti­ger Läh­mung zah­len, ist dies eine deut­li­che Bes­ser­stel­lung. Nicht ver­si­chert ist ein krank­heits­be­ding­ter Ver­lust der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­keit. Hier lässt sich ggf. Ver­si­che­rungs­schutz im Rah­men der Grund­fä­hig­kei­ten „Sehen“ bzw. „Hören“ her­lei­ten.
  • Ren­te wegen Organ­schä­di­gung bei Funk­ti­ons­in­va­li­di­tät durch Nieren‑, Lun­gen- und Leber­er­kran­kun­gen. Unter­schie­den wird jeweils zwi­schen den Schwe­re­gra­den 1 (Anspruch auf 25 % der ver­si­cher­ten Ren­te) bzw. Schwe­re­grad 2 (vol­le Rentenleistung).Positiv ist jeweils, dass der Leis­tungs­an­spruch auch nach einer Trans­plan­ta­ti­on erhal­ten bleibt.
  • Ren­te wegen Organ­schä­di­gung bei Funk­ti­ons­in­va­li­di­tät durch Herz­funk­ti­ons­stö­run­gen (z. B. Herz­in­farkt, Herz­rhyth­mus­stö­rung). Posi­tiv ist die ver­gleichs­wei­se kun­den­freund­li­che Defi­ni­ti­on. So wird eine erheb­li­che Min­de­rung der Pump­leis­tung (Ejek­ti­ons­frak­ti­on) unter ande­rem bereits bei einer Ejek­ti­ons­frak­ti­on von > 30 %, maxi­mal jedoch 40 % (Schwe­re­grad 1 mit 25 % der ver­si­cher­ten Ren­te) bzw. <=30 % (Schwe­re­grad 2 mit 100 % der ver­si­cher­ten Ren­te) erreicht. Anders als bei den meis­ten Wett­be­wer­bern, die nur bei einer Ejek­ti­ons­frak­ti­on von unter 30 % leis­ten, bedeu­tet dies nach Unter­neh­mens­an­ga­ben eine Erhö­hung der ver­si­cher­ten Herz­in­fark­te von etwa 8,36 % (hier Schwe­re­grad II) auf 24 % (Leis­tung im Schwe­re­grad I)[1].

Wei­ter ist zu beach­ten, dass Ver­si­che­rer, die nur bei einer Ejek­ti­ons­frak­ti­on von bis zu 30 Pro­zent leis­ten, die­se Leis­tung meist nur sehr kur­ze Zeit zu erbrin­gen haben, da in die­sen Fäl­len eine stark über­durch­schnitt­li­che Sterb­lich­keit besteht (sie­he dazu obi­ges Schau­bild). Mit­hin dient eine Leis­tung bereits bei einer EF von >30 Pro­zent erheb­lich dem Kun­den­in­ter­es­se. [2]

  • Mit­ver­si­che­rung einer dia­sto­li­schen Herz­in­suf­fi­zi­enz:

„Bei der dia­sto­li­schen Herz­in­suf­fi­zi­enz, auch als dia­sto­li­sche Dys­funk­ti­on oder dia­sto­li­sche Funk­ti­ons­stö­rung bezeich­net, besitzt das Herz genug Pump­kraft. Aller­dings nimmt es nicht genü­gend Blut auf, da die lin­ke Herz­kam­mer ihre Elas­ti­zi­tät ver­lo­ren hat oder gar ver­steift ist. Medi­zi­ne­rin­nen und Medi­zi­ner spre­chen bei der dia­sto­li­schen Herz­schwä­che von einer links­sei­ti­gen Herz­in­suf­fi­zi­enz mit erhal­te­ner Ejek­ti­ons­frak­ti­on, kurz HFpEF („Heart Fail­ure with pre­ser­ved Ejec­tion Frac­tion“).“[3]

Vor­aus­set­zung für den Leis­tungs­fall bei der K & M ist eine „Herz­in­suf­fi­zi­enz NYHA (New York Heart Asso­cia­ti­on) IV“. Ent­spre­chend besteht kein Leis­tungs­an­spruch im Schwe­re­grad III NYHA. Eine posi­ti­ve­re Leis­tung bie­tet z. B. die AXA mit ihrer Exis­tenz­schutz­ver­si­che­rung.

  • Grund­fä­hig­keits­ren­te bei Funk­ti­ons­in­va­li­di­tät durch Ver­lust des Seh­ver­mö­gens, des Sprech­ver­mö­gens, des Hör­ver­mö­gens sowie der Ori­en­tie­rung (Ver­lust einer die­ser Grund­fä­hig­kei­ten gilt als Leistungsauslöser).
  • Grund­fä­hig­keits­ren­te bei Funk­ti­ons­in­va­li­di­tät durch Ver­lust von Hand­funk­tio­nen, durch Ver­lust der Fähig­keit Heben und Tra­gen, Arme bewe­gen, Nicht gehen kön­nen, Ste­hen, Trep­pen stei­gen, Knien und Bücken, Sit­zen und Erhe­ben, Beu­gen, Trep­pe stei­gen sowie Auto fah­ren (Ver­lust min­des­tens drei die­ser Grund­fä­hig­kei­ten lösen einen vol­len Leis­tungs­an­spruch aus, Ver­lust von min­des­tens zwei die­ser Grund­fä­hig­kei­ten lösen einen Anspruch auf 25 % der ver­si­cher­ten Ren­te aus). Bei der Grund­fä­hig­keit Auto fah­ren gibt es ein gene­rel­les Pro­blem, das auch beim Wett­be­werb ver­brei­tet ist: der Leis­tungs­fall setzt vor­aus, dass der ver­si­cher­ten Per­son aus medi­zi­ni­schen Grün­den ihre Fahr­be­rech­ti­gung der Klas­se B ent­zo­gen wur­de. In der Pra­xis wird aller­dings von Ärz­ten oft nur dazu gera­ten, das Fahr­zeug lie­ber nicht zu nut­zen anstatt das gleich eine Ent­zie­hung der Fahr­erlaub­nis ange­ord­net wird. Anders als z. B. in der Mul­ti-Ren­te der Jani­tos (Stand 04.2016)ist die Grund­fä­hig­keit „Kraft­rad fah­ren“ nicht mitversichert.
  • Vol­le Pfle­ger­ente in Anleh­nung an §§ 14 und 15 SGB XI ab Pfle­ge­stu­fe I (Schwe­re­grad 2), 25% der Ren­te bei gerin­ge­rer Pfle­ge­be­dürf­tig­keit im Sin­ne der Defi­ni­ti­on des Schwerg­ra­des I. Bei unver­än­der­ter gesetz­li­cher Pfle­ge­de­fi­ni­ti­on wird eine vol­le Ren­te auch bei Aner­ken­nung einer gesetz­li­chen Ein­stu­fung in min­des­tens die Pfle­ge­stu­fe I geleis­tet. Die durch die letz­te Pfle­ge­re­form erfolg­te Ände­rung von Pfle­ge­stu­fen zu Pfle­ge­gra­den ist bei K & M bis­lang nicht umge­setzt worden.
  • Im Rah­men der Ren­ten­leis­tung bei schwe­rer Erkran­kung besteht bei Erfül­lung der Leis­tungs­vor­aus­set­zun­gen auch Ver­si­che­rungs­schutz für eine infol­ge einer Blut­trans­fu­si­on oder durch Berufs­aus­übung erwor­be­ne HIV-Infek­ti­on. Die Leis­tung wird in Höhe der ver­ein­bar­ten Ren­te (Schwe­re­grad 2) erbracht. Nicht im Rah­men die­ser Klau­sel ver­si­chert sind Gesund­heits­schä­den infol­ge einer Trans­fu­si­on von allo­ge­nem Blut [4], [5], [6] oder dem Blut einer mit mRNA-Vak­zi­nen „geimpf­ten“ Per­son[7], [8]. Ent­spre­chend wur­de bereits im April 2021 in Japan ein Ver­bot von Blut­spen­der von gegen Covd-19 „geimpf­ten“ Per­so­nen aus­ge­spro­chen[9].
  • Anlass­un­ab­hän­gi­ge Nach­ver­si­che­rungs­ga­ran­tie bis zu einem Alter der ver­si­cher­ten Per­son von 40 Jah­ren, frü­hes­tens jedoch nach Ablauf von fünf Jah­ren nach Ver­trags­ab­schluss. Zuläs­sig ist eine Erhö­hung um maxi­mal 25 % der bis­her ver­si­cher­ten monat­li­chen Ren­te, maxi­mal je um 500 Euro. Maxi­mal ist eine Erhö­hung um 50 % der ursprüng­lich ver­si­cher­ten Ren­te und höchs­tens auf 3.000 Euro im Monat möglich.
  • Anlass­be­zo­ge­ne Nach­ver­si­che­rungs­op­ti­on ohne erneu­te Gesund­heits­prü­fung, jeweils um maxi­mal 25 % der bis­her ver­si­cher­ten monat­li­chen Ren­te, maxi­mal je um 500 Euro. Eine Erhö­hung ist maxi­mal bis zu einem Alter der ver­si­cher­ten Per­son von 50 Jah­ren mög­lich und um nicht mehr als 50 % der ursprüng­lich ver­si­cher­ten Ren­te, höchs­tes jedoch um 1.000 Euro. Es gilt eine maxi­ma­le Erhö­hung auf 3.000 Euro im Monat. Eine Inan­spruch­nah­me der Nach­ver­si­che­rungs­ga­ran­tie ist nur solan­ge mög­lich, wie kei­ne Leis­tun­gen aus dem Ver­trag bezo­gen wor­den sind. Sie bleibt aber bestehen, wenn ein Leis­tungs­fall zwar feh­ler­haft gemel­det wur­de, die­ser aber tat­säch­lich gar nicht vorlag.
  • Ver­zicht auf Raten­zah­lungs­zu­schlä­ge bei unter­jäh­ri­ge Zahlweise.

Aus­ge­wähl­te Ein­schrän­kun­gen des Tarifs all­safe lavi­da von Kon­zept & Marketing

  • Bezo­gen auf die Leis­tungs­art Inva­li­di­tät durch Unfall kei­ne Garan­tie, dass nicht zum Nach­teil des Ver­si­che­rungs­neh­mers den unver­bind­li­chen Emp­feh­lun­gen des Arbeits­krei­ses Bera­tungs­pro­zes­se abge­wi­chen wird (Arbeits­kreis-Garan­tie).
  • Prä­mi­en­an­pas­sungs­klau­sel. § 9 der Bedin­gun­gen regelt das Recht des Ver­si­che­rers auf Bei­trags­an­pas­sun­gen für bestehen­de Ver­trä­ge. Zuläs­sig ist dies im Abstand von drei Jah­ren, bedin­gungs­ge­mäß als nächs­tes zum 01.01.2023, dann zum 01.01.2026. Die Anpas­sungs­klau­sel ori­en­tiert sich am Wort­laut des § 163 Nr. 1 VVG für einen Lebens­ver­si­che­rer, gilt aller­dings abwei­chend zur benann­ten VVG-Rege­lung auch dann, wenn sich spä­ter her­aus­stel­len soll­te, dass der Ver­si­che­rer  „die Ver­si­che­rungs­leis­tun­gen zum Zeit­punkt der Erst- oder Neu­kal­ku­la­ti­on unzu­rei­chend kal­ku­liert [hat­te…] und ein ordent­li­cher und gewis­sen­haf­ter Aktu­ar dies ins­be­son­de­re anhand der zu die­sem Zeit­punkt ver­füg­ba­ren sta­tis­ti­schen Kal­ku­la­ti­ons­grund­la­gen hät­te erken­nen müs­sen“. Die Rege­lun­gen nach § 163 Nr. 2 und 4 VVG wur­den nicht über­nom­men. Zu Guns­ten des Kun­den wer­den mög­li­che Bei­trags­re­du­zie­run­gen auto­ma­tisch wei­ter­ge­ge­ben. Dies ent­spricht dem Sym­me­trie­ge­bot von AVB (vgl. BGH, Urteil vom 06.07.2016, Az. IV ZR 44 / 15 Rn. 27 ff.).
  • Anders als etwa in den aktu­el­len Tari­fen Mul­ti-Ren­te für Kin­der und Erwach­se­ne der Jani­tos (Stand 04.2016), erfolgt eine mög­li­che Abän­de­rung der bis­he­ri­gen Bei­trags­hö­he ohne aus­drück­li­che Ein­schal­tung eines Treu­hän­ders.
  • Kein bedin­gungs­ge­mä­ßer Ver­zicht auf das Kün­di­gungs­recht bei schuld­lo­ser Anzei­ge­pflicht­ver­let­zung nach § 19 VVG. Bei­spiel: ein Kun­de fragt bei sei­nem oder Arzt nach bestimm­ten medi­zi­ni­schen Daten und gibt die­se unge­prüft an den Ver­si­che­rer wei­ter. Im Leis­tungs­fall stellt sich jedoch her­aus, dass der der Arzt ver­se­hent­lich Anga­ben zu einem fal­schen Pati­en­ten gege­ben hat oder gar eine wesent­li­che Infor­ma­ti­on zum Gesund­heits­zu­stand über­se­hen hat. In die­sen Fäl­len ist der Kun­de zwar sub­jek­tiv schuld­los, objek­tiv liegt aller­dings den­noch eine vor­ver­trag­li­che Anzei­ge­pflicht­ver­let­zung vor, die den Ver­si­che­rer zum Rück­tritt berech­ti­gen könn­te. In jedem Fall dürf­te in so einem Fall der Vor­wurf des arg­lis­ti­gen Ver­schwei­gens aus­fal­len, so dass bes­ten­falls eine fahr­läs­si­ge Anzei­ge­pflicht­ver­let­zung anzu­neh­men wäre[10]. Ein ent­spre­chen­der Ver­zicht auf Kün­di­gung des Ver­tra­ges unter Bezug­nah­me auf § 19 VVG fin­det sich bei­spiels­wei­se in Zif­fer 14.2.5 der AVB_EV_GFV_2022_01 der selbst­stän­di­gen Grund­fä­hig­keits­ver­si­che­rung (Swiss Life Vital­schutz Power, Spi­rit und Com­ple­te) der Swiss­Li­fe (Stand 01.2022).
  • Kein Ver­zicht auf eine Scha­den­min­de­rungs­pflicht des Ver­si­che­rungs­neh­mers[11]. Viel­mehr gilt:

 „IX. Sie als ver­si­cher­te Per­son oder die in Ihrem Ver­trag ver­si­cher­te Per­son haben sich allen zumut­ba­ren ärzt­li­chen und medi­zi­ni­schen Maß­nah­men zu unter­zie­hen, die eine wesent­li­che Bes­se­rung Ihrer gesund­heit­li­chen Beein­träch­ti­gun­gen erwar­ten lassen.

Zumut­bar sind aller­dings nur Unter­su­chun­gen und Behand­lun­gen, bei denen ein Scha­den für Leben oder Gesund­heit mit hoher Wahr­schein­lich­keit aus­ge­schlos­sen wer­den kann, mit denen kei­ne erheb­li­chen Schmer­zen ver­bun­den sind und die kei­nen erheb­li­chen Ein­griff in die kör­per­li­che Unver­sehrt­heit bedeuten.

Immer zumut­bar sind damit Maß­nah­men im Rah­men der medi­zi­ni­schen Grund­ver­sor­gung (z. B. Blut­kon­trol­len, das Ein­hal­ten von Diä­ten, Phy­sio­the­ra­pie, All­er­gie­be­hand­lung) und die Ver­wen­dung all­ge­mein gebräuch­li­cher medi­zi­nisch-tech­ni­scher Hilfs­mit­tel (z. B. Ver­wen­dung von Pro­the­sen, Seh- oder Hörhilfen).

Nicht unter die zumut­ba­ren ärzt­li­chen und medi­zi­ni­schen Maß­nah­men fal­len ope­ra­ti­ve Behand­lun­gen, spe­zi­el­le The­ra­pien wie Che­mo- oder Strah­len­the­ra­pie oder medi­ka­men­tö­se Behand­lun­gen, mit denen regel­mä­ßig unan­ge­mes­sen hohe Neben­wir­kun­gen einhergehen.

Eine Ableh­nung der­ar­ti­ger Maß­nah­men hat kei­nen Ein­fluss auf die Aner­ken­nung unse­rer Leistungspflicht.“

  • Der Ver­si­che­rungs­schutz gilt welt­weit, aller­dings kann der Ver­si­che­rer ver­lan­gen, dass die für die Über­prü­fung des Leis­tungs­fal­les erfor­der­li­chen ärzt­li­chen Unter­su­chun­gen in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land durch­zu­füh­ren sind. Vor­aus­ge­setzt ist eine Trans­port­fä­hig­keit der ver­si­cher­ten Per­son. Dabei über­nimmt der Ver­si­che­rer die hier­bei anfal­len­den Unter­su­chungs- und ange­mes­se­nen Reisekosten.
  • Kein defi­nier­ter Inva­li­di­täts­grad im Rah­men der unfall­be­ding­ten Inva­li­di­tät für die Beein­träch­ti­gung oder den Ver­lust inne­rer Orga­ne. Ent­spre­chen­de Klar­stel­lun­gen fin­den sich z. B. beim ARAG Exis­tenz-Schutz (Stand 12.2021) oder bei der Gotha­er Unfall­ren­te Plus (Stand 01.2022).
  • Kei­ne aus­drück­li­che Mit­ver­si­che­rung von Unfäl­len infol­ge von Ter­ror­an­schlä­gen. Abschnitt C § 1 IV könn­te als Aus­schluss ange­se­hen wer­den. Ein Ter­ror­an­schlag ist in jedem Fall eine aus­ge­schlos­se­ne Straf­tat, wobei die Bedin­gun­gen nicht klar­stel­len, ob die­se durch einen Ver­si­che­rungs­neh­mer oder durch eine belie­bi­ge drit­te Per­son ver­übt sein muss. Dies ist eine Schlech­ter­stel­lung gegen­über Wett­be­werbs­ta­ri­fen von z. B. AXA oder Jani­tos):

„Abschnitt C § 1: „IV. Straftat

Kein Ver­si­che­rungs­schutz besteht für unmit­tel­ba­re oder mit­tel­ba­re Beein­träch­ti­gun­gen durch vor­sätz­li­che Aus­füh­rung einer Straf­tat oder den Ver­such einer Straf­tat. Bit­te beach­ten Sie jedoch den Ver­si­che­rungs­schutz bei Inva­li­di­tät durch Unfall. (vgl. Abschnitt A § 2 V. 3. (Sei­te 30))“

Das Unter­neh­men äußert sich hier­zu wie folgt:

„Hier­zu kann ich Dir nach Rück­spra­che mit dem Lei­ter unse­res Pro­dukt­ma­nage­ments, Dr. Mar­co Fel­ten, mit­tei­len, dass der Bedin­gungs­text an die­ser Stel­le tat­säch­lich unvoll­stän­dig ist. Unfäl­le in Fol­ge von Ter­ror­an­schlä­gen sind versichert.

Wir wer­den den Bedin­gungs­text in naher Zukunft wie folgt ergänzen:

„Abschnitt C § 1: „IV. Straftat

Kein Ver­si­che­rungs­schutz besteht für unmit­tel­ba­re oder mit­tel­ba­re Beein­träch­ti­gun­gen durch vor­sätz­li­che Aus­füh­rung einer Straf­tat durch die ver­si­cher­te Per­son oder den Ver­such einer Straf­tat. Bit­te beach­ten Sie jedoch den Ver­si­che­rungs­schutz bei Inva­li­di­tät durch Unfall. (vgl. Abschnitt A § 2 V. 3. (Sei­te 30))““

  • Kein aus­drück­li­cher Ver­si­che­rungs­schutz bei unfall­be­ding­ter Inva­li­di­tät infol­ge Ein­at­mung plötz­lich aus­strö­men­der gas­för­mi­ger Stof­fe (z. B. Gase und Dämp­fe). Klar­ge­stellt ist aller­dings, dass Ver­gif­tun­gen unter den Ver­si­che­rungs­schutz fallen.
  • Kei­ne ein­ma­li­ge Kapi­tal­leis­tung bei Tod der ver­si­cher­ten Per­son. So eine Leis­tung bie­tet bei­spiels­wei­se die Mul­ti-Ren­te für Kin­der aus dem Hau­se Janitos.
  • Kein Anspruch auf Bei­trags­be­frei­ung bei Arbeits­un­fä­hig­keit oder Berufs­un­fä­hig­keit. Eine Bei­trags­be­frei­ung bei Berufs­un­fä­hig­keit bie­tet z. B. der auf Lebens­ver­si­che­rungs­ba­sis kal­ku­lier­te Tarif Pris­ma Mul­ti­Safe aus dem Hau­se Pris­ma­Li­fe (Stand 07.2022).
  • Eben­falls kein Anspruch auf Bei­trags­stun­dung wegen Arbeits­lo­sig­keit, Arbeits­un­fä­hig­keit oder Berufs­un­fä­hig­keit.
  • Im Unter­schied zu FIV-Pro­duk­ten auf Lebens­ver­si­che­rungs­ba­sis (z. B. Grund­fä­hig­keits­ver­si­che­rung 4Future aus dem Hau­se Nürn­ber­ger (Stand 01.2022) oder dem Tarif Pris­ma Mul­ti­Safe aus dem Hau­se Pris­ma­Li­fe, Stand 07.2022) besteht kein auto­ma­ti­scher Leis­tungs­an­spruch bei unfall­be­ding­ter Berufs­un­fä­hig­keit.
  • Kein Anspruch auf Bei­trags­stun­dung bei Zah­lungs­pro­ble­men. So eine Leis­tung bie­ten bei­spiel­wei­se die auf Basis einer Lebens­ver­si­che­rung kal­ku­lier­ten Tari­fe der Nürn­ber­ger (Tarif: NÜRNBERGER Grund­fä­hig­keits­ver­si­che­rung, Stand 01.2022), Pris­ma Life (Tari­fe: Pris­ma Mul­ti­Safe, Stand 07.2022) oder Swiss­Li­fe (Tari­fe: Swiss Life Vital­schutz Power, Stand 01.2022; Swiss Life Vital­schutz Spi­rit, Stand 01.2022; Swiss Life Vital­schutz Com­ple­te, Stand 01.2022).
  • Kei­ne Ver­se­hens­klau­sel[12] bei ver­se­hent­li­chem Unter­blei­ben einer Anzei­ge bzw. der ver­se­hent­li­chen Nicht­er­fül­lung einer ver­trag­li­chen Oblie­gen­heit.
  • Sehr ein­ge­schränk­ter Ver­si­che­rungs­schutz für Funk­ti­ons­in­va­li­di­tät infol­ge psy­chi­scher Erkran­kun­gen. Aus­drück­lich aus­ge­schlos­sen ist z. B. psy­cho­ge­ner Sprach­ver­lust. Als mit­ver­si­cher­tes Unfall­ereig­nis zäh­len unter ande­rem krank­haf­te Stö­run­gen infol­ge psy­chi­scher Reak­tio­nen auf­grund eines Unfalls. Mit­ver­si­chert ist der Ver­lust der geis­ti­gen Selbst­stän­dig­keit (nur Schwe­re­grad 2) durch Anord­nung einer Total­un­ter­brin­gung, den Ver­lust der zeit­li­chen und räum­li­chen Ori­en­tie­rung oder der ange­ord­ne­ten Unter­brin­gung in einer geschlos­se­nen Ein­rich­tung. Eben­falls mit­ver­si­chert ist eine Pfle­ge­be­dürf­tig­keit des Schwe­re­gra­des 2, sofern unter ande­rem fol­gen­de Vor­aus­set­zung erfüllt ist:

„Gedächt­nis- oder Ori­en­tie­rungs­stö­run­gen sowie endo­ge­ne Psy­cho­sen, Neu­ro­sen oder geis­ti­ge Behinderungen.“

Eine Funk­ti­ons­in­va­li­di­tät infol­ge sons­ti­ger psy­chi­scher „see­li­schen“ Erkran­kun­gen (z. B. Depres­sio­nen, Schi­zo­phre­nie oder Antriebs­lo­sig­keit), die kei­ne der oben benann­ten Vor­aus­set­zun­gen erfül­len, fal­len nicht unter den Ver­si­che­rungs­schutz des Tarifs all­safe lavi­da von K & M. Für eine sol­che Absi­che­rung sollt über den Abschluss einer Berufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung oder z. B. einer Grund­fä­hig­keits­ver­si­che­rung nach dem Tarif Vital­schutz Com­ple­te aus dem Haus Swiss Life (Stand 01.2022) nach­ge­dacht werden.

  • Im Rah­men der Organ­ren­te kei­ne Mit­ver­si­che­rung von Funk­ti­ons­in­va­li­di­tät infol­ge von Erkran­kun­gen des Stütz- und Bewe­gungs­ap­pa­rats. Teil­wei­se ist die­se Leis­tung über die Grund­fä­hig­kei­ten „Sit­zen“ und „Sich Erhe­ben“ bzw. über Pfle­ge­be­dürf­tig­keit des Schwe­re­gra­des 2 abgedeckt.
  • Im Rah­men der Grund­fä­hig­kei­ten­ren­te kei­ne Mit­ver­si­che­rung von Funk­ti­ons­in­va­li­di­tät infol­ge von Ver­lust des Gleich­ge­wicht­sinns, Ver­lust der Fähig­keit zu Schrei­ben, Grei­fen und Hal­ten (teil­wei­se ein­ge­schlos­sen im Rah­men der Grund­fä­hig­kei­ten „Arme bewe­gen“ und „Hand­funk­ti­on“), Schi­zo­phre­nie, Schwe­re Depres­si­on. So leis­tet bei­spiels­wei­se die als Lebens­ver­si­che­rung kal­ku­lier­te Grund­fä­hig­keits­ver­si­che­rung der Bar­me­nia (Stand 01.2022) für den Ver­lust der Grund­fä­hig­keit „Gleich­ge­wichts­sinn“.
  • Im Zusam­men­hang der Mit­ver­si­che­rung der Grund­fä­hig­keit „Hören“ kommt es auf die „all­ge­mei­ne medi­zi­ni­sche Mei­nung“ an, dass es nicht mög­lich sei „durch ein Hör­ge­rät, Implan­tat oder ande­res Hilfs­mit­tel oder durch the­ra­peu­ti­sche Maß­nah­men nicht der­art ver­bes­sert wer­den kann, dass auch Schall­rei­ze unter­halb von 90 Dezi­bel gehört wer­den können.“
  • Für diver­se Grund­fä­hig­kei­ten (Kate­go­rie B) besteht nur dann ein Anspruch auf die vol­le Ren­te, wenn gleich min­des­tens drei davon ver­lo­ren gehen (z. B. Ver­lust der Hand­funk­ti­on, Ver­lust der Grund­fä­hig­keit Heben und Tra­gen), bei Ver­lust von nur zwei Grund­fä­hig­kei­ten der Kate­go­rie B wer­den 25 % der ver­si­cher­ten Ren­te erbracht. Gegen­über vie­len Wett­be­wer­bern auf Basis einer Unfall­ver­si­che­rung ist dies den­noch ver­gleichs­wei­se positiv.
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz aus der Grund­fä­hig­kei­ten- oder Pfle­ger­en­te bei gericht­lich ange­ord­ne­ter Betreu­ungs­be­dürf­tig­keit ohne Ein­ord­nung in einen gesetz­li­chen Pfle­ge­grad. Im Rah­men des Organ­kon­zepts ggf. Leis­tung bei defi­nier­ten psy­chi­schen Erkrankungen.
  • Auch bei Vor­lie­gen einer Ein­stu­fung in einen gesetz­li­chen Pfle­ge­grad besteht kein auto­ma­ti­scher Anspruch auf Pfle­ger­en­te. Viel­mehr sind die kon­kre­ten Leis­tungs­vor­aus­set­zun­gen von K & M zu erfül­len, die sich an den Pfle­ge­stu­fen der §§ 14 und 15 SGB XI mit Stand Juli 2014 orientieren.
  • Kein Anspruch auf Erst-Pfle­ge­be­ra­tung bei Ver­dacht einer bedin­gungs­ge­mä­ßen Pflegebedürftigkeit.
  • Kei­ne Mit­ver­si­che­rung der Grund­fä­hig­kei­ten Auf­fas­sung, Gedächt­nis, Hand­lungs­pla­nung oder Kon­zen­tra­ti­on. Eine ent­spre­chen­de Mit­ver­si­che­rung bie­ten jeweils z. B. die als Lebens­ver­si­che­rung kal­ku­lier­ten Pro­duk­te Kör­per­Schutz­Po­li­ce aus dem Hau­se Alli­anz (Stand 12.2021) oder der Vital­schutz Power sowie Com­ple­te aus dem Hau­se Swiss Life (Stand 01.2022).
  • Kei­ne Mit­ver­si­che­rung der Grund­fä­hig­kei­ten „Nut­zung des öffent­li­chen Per­so­nen­nah- oder ‑fern­ver­kehrs“, „Zie­hen und Schie­ben“, „Bedie­nung von Touch­screen(Bedie­nung einer Tas­ta­tur ist im Rah­men der Grund­fä­hig­keit „Hand­funk­tio­nen“ mit­ver­si­chert) sowie „Rie­chen und Schme­cken“ sowie „Beein­träch­ti­gung auf­grund eines Tätig­keits­ver­bots nach dem Infek­ti­ons­schutz­ge­setz“. Die­se sind z. B. ver­si­chert im Lebens­ver­si­che­rungs­ta­rif Kör­per­Schutz­Po­li­ce der Alli­anz (Stand 12.2021). Ver­gleich­bar nicht ver­si­chert sind die bei der Grund­fä­hig­keits­ver­si­che­rung der Bar­me­nia (Stand 01.2022) benann­ten Grund­fä­hig­kei­ten „Fin­ger­fer­tig­keit / Game­con­trol­ler-Nut­zung“, „Benut­zung Smart­phone“, „Tip­pen“ bzw. „Bild­schirm­ar­beit“. Im Ein­zel­fall han­delt es sich um Grund­fä­hig­kei­ten, deren Ver­lust bei K & M durch ande­re Leis­tungs­aus­lö­ser abge­deckt wird, so z. B. „Bedie­nung von Tas­ta­tur oder Touch­screen“ im Rah­men der Grund­fä­hig­keit „Hand­funk­tio­nen“ oder „Arme bewe­gen“ oder der Grund­fä­hig­keit „Bild­schirm­ar­beit“ im Rah­men der Grund­fä­hig­keit „Sehen“.
  • Kei­ne Mit­ver­si­che­rung von Funk­ti­ons­in­va­li­di­tät infol­ge der Beein­träch­ti­gung bei der Aus­übung bestimm­ter Beru­fe (z. B. dau­er­haf­ter Weg­fall der Erlaub­nis als Bus- oder Lkw-Fah­rer; dau­ern­de gesund­heit­li­che Beden­ken für das Arbei­ten bei Lärm­ex­po­si­ti­on; dau­ern­de gesund­heit­li­che Beden­ken für die Eig­nung für Fahr‑, Steu­er- und Über­wa­chungs­tä­tig­kei­ten; dau­ern­de gesund­heit­li­che Beden­ken für das Tra­gen von Atem­schutz­mas­ken). Die­se sind z. B. optio­nal ver­si­chert im Tarif Kör­per­Schutz­Po­li­ce der Alli­anz (Stand 12.2021). Der Ein­schluss auch sol­che Grund­fä­hig­kei­ten rückt ent­spre­chen­de Pro­duk­te zumin­dest teil­wei­se in deut­li­che Nähe einer Berufsunfähigkeitsversicherung.
  • Kei­ne Ren­ten­leis­tung bei fort­ge­schrit­te­ner Demenz (ein­schließ­lich Alzheimer‘scher Krank­heit), Creutz­feld-Jakob-Syn­drom, schwe­rer Moto­neu­ro­nen­er­kran­kung, Polio (Kin­der­läh­mung), Organ­trans­plan­ta­tio­nen sowie bei schwe­ren Ver­bren­nun­gen. Eine sol­che Leis­tung bie­tet z. B. die Mul­ti-Ren­te der Jani­tos (Stand 04.2016) im Rah­men ihrer Leis­tungs­art „Ren­ten­leis­tung bei einer schwe­ren Krank­heit“.  Für Kin­der bis 4,5 Jah­ren bie­tet K & M die Leis­tungs­art „Schwe­re Erkran­kun­gen bei Kin­dern“ mit einer Jah­res­ren­te auch wegen schwe­rer Verbrennungen.
  • Kei­ne Mit­ver­si­che­rung von Reha­leis­tun­gen, Kur­bei­hil­fe, Nach­hil­fe oder von Assis­tance­leis­tun­gen. Eine sol­che Mit­ver­si­che­rung bie­ten in unter­schied­li­chem Umfang bei­spiels­wei­se die Exis­tenz­schutz­ver­si­che­rung der Axa (Stand 01.2017) oder die Unfall­ren­te Plus der Gotha­er (Stand 02.2018).
  • Die anfangs güns­ti­ge­ren Ein­stiegs­prä­mi­en stei­gen mit zuneh­men­dem Alter je nach Alters­stu­fe an (tech­nisch ein­jäh­ri­ge Kal­ku­la­ti­on). Abwei­chend eine Level­prä­mie bie­tet aktu­ell z. B. die AXA (Tarif: Exis­tenz­schutz­schutz­ver­si­che­rung, Stand 01.2017) an.

Aus­ge­wähl­te Punk­te zum Tarif all­safe lavi­da im Überblick

• Tarif unter­schei­det zwei Schwe­re­gra­de. Im Schwe­re­grad 1 bereits Teil­ren­te in Höhe von 25 %

• Teil­wei­se Krebs­ren­te bereits ab Sta­di­um I

• Im Zusam­men­hang mit der Mit­ver­si­che­rung von Herz­funk­ti­ons­stö­run­gen Leis­tun­gen bereits bei einer Ejek­ti­ons­frak­ti­on (Pump­leis­tung) > 30%

• Optio­nal lebens­lan­ge Krebs­ren­te ab Stadium/ Grad III

• Nur teil­wei­ser Ver­zicht auf das ordent­li­che Kündigungsrecht

• Prä­mi­en­an­pas­sungs­klau­sel

• Tech­nisch ein­jäh­ri­ge Kal­ku­la­ti­on, damit höhe­re Prä­mi­en mit stei­gen­dem Alter

• Dia­sto­li­sche Herz­in­suf­fi­zi­enz erst ab NYHA IV


[1] Ste­phan Wit­te „Pro­dukt-Check. All­safe lavi­da – eine neue Funk­ti­ons­in­va­li­di­täts­ver­si­che­rung aus dem

Hau­se Kon­zept & Mar­ke­ting. Ver­glei­chen­de Posi­tio­nie­rung im Markt.“ in „Risi­ko & Vor­sor­ge“ Aus­ga­be 04/2015, S. 8–9. Auf­zu­ru­fen unter Aus­ga­be 04.2015 von „Risi­ko & Vor­sor­ge, zuletzt auf­ge­ru­fen am 07.10.2022.

[2] Ste­phan Wit­te „Pro­dukt-Check. All­safe lavi­da – eine neue Funk­ti­ons­in­va­li­di­täts­ver­si­che­rung aus dem

Hau­se Kon­zept & Mar­ke­ting. Ver­glei­chen­de Posi­tio­nie­rung im Markt.“ in „Risi­ko & Vor­sor­ge“ Aus­ga­be 04/2015, S. 9. Auf­zu­ru­fen unter Aus­ga­be 04.2015 von „Risi­ko & Vor­sor­ge, zuletzt auf­ge­ru­fen am 07.10.2022.

[3] „Stei­fe Herz­kam­mer? Dia­sto­li­sche Herz­in­suf­fi­zi­enz ver­ste­hen“ auf „rat​ge​ber​-herz​in​suf​fi​zi​enz​.de“. Auf­zu­ru­fen unter https://​www​.rat​ge​ber​-herz​in​suf​fi​zi​enz​.de/​h​e​r​z​i​n​s​u​f​f​i​z​i​e​n​z​/​f​o​r​m​e​n​/​d​i​a​s​t​o​l​i​s​c​h​e​-​h​e​r​z​i​n​s​u​f​f​i​z​i​e​n​z​#​d​e​f​i​n​i​t​ion, zuletzt auf­ge­ru­fen am 30.09.2022.

[4] „“Böses Blut” – Blut­trans­fu­sio­nen mit Risi­ken? Das “Hor­ror­ka­bi­nett” der Blut­spen­de“ auf „natur​heilt​.com“ vom 04.05.2015. Auf­zu­ru­fen unter https://​natur​heilt​.com/​b​l​o​g​/​b​o​e​s​e​s​-​b​l​u​t​-​b​l​u​t​t​r​a​n​s​f​u​s​i​o​n​e​n​-​m​i​t​-​r​i​s​i​k​en/, zuletzt auf­ge­ru­fen am 06.10.2022.

[5] Deut­sche Gesell­schaft für Trans­fu­si­ons­me­di­zin und Immun­hä­ma­to­lo­gie „Stel­lung­nah­me der Sek­ti­on «Trans­plan­ta­ti­on und Zell­the­ra­pie» zur Trans­plan­ta­ti­on häma­to­poe­ti­scher Stamm­zel­len mit Blut­grup­pen­dif­fe­renz“ auf „Socie­ty Bul­le­tins“ (Trans­fus Med Hemo­ther 2004;31:56–60). Auf­zu­ru­fen unter https://​www​.kar​ger​.com/​A​r​t​i​c​l​e​/​P​d​f​/​7​6​989, zuletzt auf­ge­ru­fen am 06.10.2022.

[6] Vgl. Dr. Dr. Erwin Stro­bel und Prof. Dr. Dr. h.c. Wolf­gang Schramm „Blut­grup­pen­kom­pa­ti­ble Aus­wahl der Blut­pro­duk­te“ auf „Baye­ri­sches Ärz­te­blatt 10/2003“, S. 484–486. Auf­zu­ru­fen unter https://​www​.baye​ri​sches​-aerz​te​blatt​.de/​f​i​l​e​a​d​m​i​n​/​a​e​r​z​t​e​b​l​a​t​t​/​a​u​s​g​a​b​e​n​/​2​0​0​3​/​1​0​/​e​i​n​z​e​l​p​d​f​/​4​8​3​_​4​8​6​_​1​0​_​0​3​.​pdf, zuletzt auf­ge­ru­fen am 06.10.2022.

[7] Vgl. z. B. „SERIOUS: Stan­ford Stu­dy Finds Cyto­to­xic Spike Pro­te­in Level in Vac­ci­nees “Over­laps with the Ran­ge of Spike Anti­gen… in… Acu­te Infec­tion!”“ auf „news​re​cue​.com“ vom 11.04.2022. Auf­zu­ru­fen unter https://​news​res​cue​.com/​s​t​a​n​f​o​r​d​-​s​t​u​d​y​-​f​i​n​d​s​-​c​y​t​o​t​o​x​i​c​-​s​p​i​k​e​-​p​r​o​t​e​i​n​-​l​e​v​e​l​-​i​n​-​v​a​c​c​i​n​e​e​s​-​o​v​e​r​l​a​p​s​-​w​i​t​h​-​t​h​e​-​r​a​n​g​e​-​o​f​-​s​p​i​k​e​-​a​n​t​i​g​e​n​-​i​n​-​a​c​u​t​e​-​i​n​f​e​c​t​i​on/, zuletzt auf­ge­ru­fen am 06.10.2022.

[8] Stew Peters „Blut­trans­fu­si­on – ein Tro­ja­ni­sches Pferd für Unge­impf­te?!“ auf „https://t.me“ vom 20.03.2022. Auf­zu­ru­fen unter https://t.me/coronawahrheit/8940

[9] Japan Red Cross „Japan For­bids Blood Dona­ti­ons by Covid-19 Injec­tion Reci­pi­ents” auf „home​.sola​ri​.com” vom 02.04.2021. Auf­zu­ru­fen unter https://​home​.sola​ri​.com/​j​a​p​a​n​-​f​o​r​b​i​d​s​-​b​l​o​o​d​-​d​o​n​a​t​i​o​n​-​b​y​-​c​o​v​i​d​-​1​9​-​r​e​c​i​p​i​e​n​ts/, zuletzt auf­ge­ru­fen am 06.10.2022.

[10] Vgl. z. B. Neu­haus Kai-Jochen „Die vor­ver­trag­li­che Anzei­ge­pflicht­ver­let­zung in Recht und Pra­xis“. Karls­ru­he (Ver­lag Ver­si­che­rungs­wirt­schaft), 2014, ins­be­son­de­re S. 58−59172−173,233, 246. Hier spe­zi­ell S. 233: „Schuld­lo­ses Han­deln ist grund­sätz­lich nicht sank­tio­niert. Eine Aus­nah­me macht § 19 Abs. 4 VVG, indem auch bei einer schuld­lo­sen Anzei­ge­pflicht­ver­let­zung eine Ver­trags­an­pas­sung mög­lich ist (strit­tig).“

[11] Juris­tisch fin­det sich den Hin­weis auf die auch für die Unfall­ver­si­che­rung gel­ten­de Scha­den­min­de­rungs­pflicht bei­spiels­wei­se in der 4. Auf­la­ge des Unfall­kom­men­tars von Grimm auf S. 157 und 166 (2 19, 2 31) sowie S. 302 (7 6) aus­führ­li­cher beschrie­ben und begrün­det. Im spe­zi­el­len Teil des VVG für die Unfall­ver­si­che­rung (Kapi­tel) ist aller­dings im § 184 VVG gere­gelt, dass die §§ 82 und 83 sind auf die Unfall­ver­si­che­rung nicht anzu­wen­den seien

[12] Sie­he hier­zu Ste­phan Wit­te „Tarif­ana­ly­se: Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung der Alli­anz (Stand 10.2019 bzw. 07.2020)“ auf „cri​ti​cal​-news​.de“ vom 28.09.2022. Auf­zu­ru­fen unter https://​cri​ti​cal​-news​.de/​t​a​r​i​f​a​n​a​l​y​s​e​_​w​o​h​n​g​e​b​a​e​u​d​e​_​a​l​l​i​a​n​z​_​2​0​2​0​-​07/, zuletzt auf­ge­ru­fen am 06.10.2022.

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